Knieband

Knieband

Wann kommt ein Knieband zum Einsatz?

Ein Knieband kommt immer dann zum Einsatz, wenn bestimmte Erkrankungen im oder Verletzungen am Knie vorliegen. Das Kniegelenk ist das größte Gelenk im menschlichen Körper. Es ist sehr komplex aufgebaut. Die knöchernen Anteile wie beispielsweise die Kniescheibe werden durch einen ausgeklügelten Bänder- und Sehnenapparat zusammengehalten.

Das Knie in seiner Gesamtheit hält immensen Kräften stand, ohne dabei einen Schaden zu nehmen. Doch es gibt Umstände, die dafür sorgen, dass Belastungen doch zu hoch sind oder zu lange andauern. Gerade im sportlichen Bereich kann es zu Situationen kommen, die zu einer Verletzung oder einer Erkrankung des Knies führen können.

In solchen Fällen kommt meist ein Knieband zum Einsatz, da es in der Regel dafür sorgt, dass die Schmerzen, die mit der Verletzung oder Erkrankung einhergehen, gemildert werden. Kniebänder, die auch als Knee Strap beziehungsweise Jumper’s Knee Strap bezeichnet werden, gibt es von einer Reihe namhafter Hersteller aus dem Bereich Sportmedizin und Sportbandagen. Hierzu gehören unter anderem die Firmen McDavid, Mueller und Rehband.

Erkrankungen oder Verletzungen, die unterstützend mit einem Knieband behandelt werden

Zu den häufigsten Erkrankungen, die mit einem Knieband unterstützend zur normalen Therapie behandelt werden können, zählt sicherlich das ITBS-Syndrom, das Ilio-tibiale Bandsyndrom. Diese Erkrankung wird auch Läufer- oder Springerknie oder im englischen Sprachraum als Jumpers´ Knee bezeichnet.

Diese Bezeichnung rührt tatsächlich aus dem Laufsport, da gerade Langstreckenläufer oder Radrennfahrer davon betroffen sind. Denn der Grund für das ITB-Syndrom (ITBS) liegt in einer dauernden Überbelastung, wie sie gerade bei diesen Sportarten auftreten kann. Dieses Syndrom äußerst sich durch höchst unangenehme, stechende Schmerzen, die in der Bewegung des Beines auftreten.

Mitunter sind die Schmerzen so stark, dass die Person nicht mehr laufen kann. Der Grund dafür ist im Tractus iliotibialis zu sehen. Dies ist eine sehnenartige Hülle auf den Muskeln des Oberschenkels. Sie hat die Aufgabe, die Muskulatur zu schützen. Das Ilio-tibiale Bandsyndrom entsteht, wenn der Tractus iliotibiales zu sehr oder zu lange gereizt wird.

Er scheuert dann an der Gelenkvorwölbung des Oberschenkels. Dies führt auf die Dauer zu den erheblichen Schmerzen, die das Syndrom auslöst. Aber auch das sogenannte Rugbyknie ist eine Erkrankung des Knies, die durch Überbeanspruchung entstehen kann. Diese Bezeichnung kommt aus dem Rugbysport, da die Sportler ebenfalls erheblichen Belastungen ausgesetzt sind.

Auch das Rugby-Knie macht sich durch erhebliche Schmerzen bemerkbar. Der Grund hierfür ist in einer Reizung der Patellasehnen zu sehen. Diese und andere Erkrankungen des Knies lassen sich mit einem Knieband wirkungsvoll lindern.

Das Knieband und seine Wirkungsweise

Das Knieband und seine Wirkungsweise ist ebenso einfach wie genial. Es wird direkt unter dem Knie angebracht. Dort muss es verschlossen werden, damit es recht stramm sitzt und nicht verrutschen kann. Das Knieband übt nun einen permanenten leichten Kompressionsdruck auf das Knie aus.

Durch die Beugung des Knies wird dieser Druck erhöht. Dadurch ist es den Muskeln möglich, für diesen Moment in einen entspannten Zustand überzugehen. Dies allein sorgt meist schon für Schmerzlinderung. Doch der Druck übernimmt noch eine weitere Funktion. Denn durch die Kompressionswirkung wird das Weichgewebe, welches das Knie umgibt, entlastet.

Auch diese Wirkungsweise kann schon dafür sorgen, dass die Schmerzen nachlassen. Somit trägt das Knieband dazu bei, dass der Sportler schneller wieder einsatzbereit ist, wodurch sich die Trainingsrückstände minimieren.